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Wochenbild Archiv 2019 Teil drei

Wochenbilder des Jahres 2019 Teil drei

Fabisch Flyfishing Blog


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Teil drei der Wochenbilder Sammlung 2019 bei Fabisch Fly Fishing

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Hier ein neues Wochenbild Archiv 2019, Teil drei bei Fabisch Fliegenfischen. Die meisten Beiträge in diesem Archiv werden Wochenbilder aus Kanada sein. Die Themen sind Natur, beim Fliegenfischen oder Fliegenbinden und das Goldwaschen. Freuen Sie sich auf Bilder aus Britisch Kolumbien und dem Yukon.

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Unser Camp

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Ein kleines Camp im Vergleich zu den großen Minern

Wochenbild KW 29 2019

Im Zelt im Yukon zu schlafen ist zwar möglich, erfordert aber Nerven wie Drahtseile. Wenn man sich mit Goldwaschen beschäftigt, sollte man ordentlich schlafen können, ohne bei jedem kleinen Geräusch aufzuschrecken. Allerdings ist auch ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil nur bedingt sicher. Wenn ein großer Bär da rein will, wird er das auch schaffen. Er wird aber etwas mehr Mühe haben, als mit einem Zelt! Allein der Krach wird jeden Schläfer wecken und diesem die Möglichkeit geben, sein hoffentlich in Reichweite befindliches Bärenspray scharf zu machen.

Total in der Wildnis ist es auch nicht so wie auf einem Campingplatz. Kein fliessendes Wasser, kein Strom und keine Abwasserleitung. Da sollte man mit dem Wasser sparsam umgehen, wenn die nächste Möglichkeit 60km und einen Pass entfernt ist. Achso, einen Pass der aus festgefahrenem Dreck besteht und der bei Regen zur Rutschbahn wird. Essen und Trinken kann man für einen größeren Zeitraum einkaufen, leider hat am Anfang des Trips einmal das Gefrierfach mangels Gas den Dienst versagt. Da bleibt dann nur noch Entsorgen des aufgetauten Essens übrig.

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Wenn man keine Bären anlocken möchte, sollte man sich zur Erledigung des großen Geschäfts mit einer Schaufel auf den Weg machen. Zuerst ein Loch graben und hinterher alles gut mit Erde abdecken. All dieses natürlich nicht im Camp!


Löcher graben

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Große Löcher bei der Goldsuche

Wochenbild KW 30 2019

Manch einem würde die Sache mit der Goldgräber Romantik sehr schnell vergehen, bei der Arbeit, die Tag für Tag geleistet werden muss. Es geht nicht darum, mit der Waschpfanne etwas am Bach herum zu spielen, zuerst werden Löcher in den Boden gegraben, Löcher, keine Löchlein! Wenn man nicht im Besitz eines gut gefüllten Bankkonto ist, wird man dieses von Hand mit der Schaufel tun. Je tiefer das Loch wird, desto schwieriger wird es den Abraum raus zu schaffen. Man braucht mehrere Plateaus, auf denen der Abraum zwischengelagert wird, also wird jedes Kilo mehrfach auf die Schaufel genommen, ehe es aus dem Loch heraus ist.

Unser tiefstes Loch war 6,5m tief! Ganz unten hatte nur noch eine Person platz, um mit einer ganz kleinen Schaufel am Boden rum zu kratzen. Wenn von oben etwas abgebrochen wäre, wäre derjenige der unten war, gleich beerdigt gewesen. Das Bild ganz rechts zeigt dieses Loch bei einer Tiefe von 5m. Man beachte, wie es rechts neben mir in die Tiefe weiter geht! Die Leiter links im Bild ist 3.80 und verschwindet in einem anderen Loch mit 4m (siehe mittleres Bild), komplett. Da ab ca. 20cm bis 1m Tiefe der Permafrost beginnt, mussten über 95% Abraum mit dem Stemmhammer gestemmt werden!

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Wenn der Claim für die Saison verlassen wird, muss mit der kleinen Wasserlizenz alles wieder in den Urzustand zurück versetzt werden (reclaimt), eine Arbeit die nicht zu unterschätzen ist. Man sollte von Anfang an darauf achten, den Aushub nicht zu weit weg vom Loch zu platzieren!


Der Pelly River

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Der Pelly River ist einer der größten im Yukon

Wochenbild KW 31 2019

Nachdem wir in Dawson City alles wichtige im Minen Büro erledigt hatten, machten wir uns auf den in Richtung Süden, nach Whitehorse. Noch lagen über 2 Wochen Aufenthalt vor uns, also hatten wir Zeit genug, uns die eine oder andere Sache anzuschauen. An erster Stelle dabei lag der Pelly River, einer der drei größten Flüsse im Yukon. Dabei ging es ebenso um das Goldwaschen, wie auch um das Fischen. Der Zugang ist ziemlich einfach, da man auf dem Weg nach Süden durch die Ortschaft Pelly Crossing kommt.

In dieser Ortschaft gibt es eine gut bestückten Supermarkt, in dem man die Vorräte auffüllen kann. Wir verbrachten dort 3 Tage und versuchten den einen oder anderen Fisch zu fangen. Leider gab es nur eine ernsthafte Attacke eines etwa 50cm großen Hechtes, ansonsten waren nur kleinste Äschen, unter 20cm, an den Haken zu bekommen. Das Ergebnis des Goldwaschens war ebenso enttäuschend. Der Fluss und seine Umgebung kann man allerdings als grandios bezeichnen. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt auch dort Waldbrände.

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Wenn man entlang dieses Flusses wandert, kann man sich schon recht klein vorkommen. Hin und wieder ein Fischcamp der Nativs, ansonsten Natur pur. Das wird wohl auch noch recht lang so bleiben, bei der geringen Bevölkerungsdichte.


Und plötzlich ist er da...

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Der Yukon Canyon oberhalb von Whitehorse ist sehenswert

Wochenbild KW 33 2019

Tatsächlich hatten wir 3 Monate vor uns, eine Zeitspanne, in der unglaublich viel passieren kann. Wir haben auch viel erlebt, gutes und weniger gutes, interessantes und langweiliges. Viel habe ich dazu lernen können, obwohl ich schon so oft in Kanadas Westen war. Gute Freunde haben uns einige Male weiter geholfen, sei es mit Ideen oder etwas profanen, wie z.B. ein Fahrzeug für den Verkehr zu versichern. Beim ersten Mal muss man schon sehr aufpassen wie das vor sich geht, das zweite, dritte und vierte Mal ist dann fast schon Routine.

Und dann ist er plötzlich da, der Tag des Heimfluges. Die letzten Tage waren noch recht turbulent. Was nimmt man mit nach Deutschland, was soll im Wohnwagen verbleiben? Zwischen drin noch mal schnell die Fliege am Yukon in Whitehorse auswerfen. Ach ja, die Canyons oberhalb von Whitehorse sollten auch noch besucht werden. Dann noch die Fischtreppe am Wasserkraftwerk in Whitehorse. So verrinnt einem die Zeit zwischen den Fingern und plötzlich sitzt du im Flugzeug nach Frankfurt. Nach dem ersten Essen kommt man etwas zur Ruhe, ich konnte fünf Stunden schlafen.

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Lange noch wird mich diese Reise beschäftigen, die unglaubliche Weite des Landes, in großen Abschnitten menschenleer. Die Schönheit der Natur, mit ihren strengen Regeln zum Überleben. Und wie schön es doch auch daheim ist, mit völlig anderen Regeln als im Yukon.


Wieder Daheim

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Der Yukon bei Dawson City

Wochenbild KW 34 2019

An einem Montag landete die Condor Maschine von Whitehorse kommend in Frankfurt. Das letzte Stück fuhr ich mit der Bahn zum Nürnberger Hauptbahnhof, wo ein guter Freund schon auf mich wartete. Die Wiedersehensfreude daheim mit meiner Frau kann man sich nach drei Monaten Trennung gut vorstellen. Schneller als geglaubt holte mich dann auch der Alltag wieder ein. Schon am folgenden Wochenende hatte ich einen Kurs an der Pegnitz, bei dem ausnahmslos alle Teilnehmer echt Klasse waren. Ein erwartetes Problem erwies sich als weit weniger schlimm als gedacht.

Normalerweise leide ich nach drei bis vier Wochen Britisch Kolumbien eine gute Woche am Jetlag. Dieser Trip in den Yukon dauerte drei Monate, dem entsprechend hoch war meine Erwartungshaltung an die Leidenszeit. Weit gefehlt, die Schwierigkeiten hielten sich absolut in Grenzen. Vielleicht deshalb, weil es oben im Norden sowieso keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht gab. Mir war es nur recht, so konnte ich meinen Pflichten gut nachkommen. Allerdings sind die Erlebnisse im Yukon tief verankert und werden mich für den Rest meines Lebens begleiten.

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Bis zum nächsten Jahr sind noch einige Entscheidungen zu treffen, aber ich möchte diese Gegend auf jeden Fall meiner Frau zeigen. Wobei auch und gerade dort ein altes Sprichwort zutrifft: Es ist nicht alles Gold was glänzt.


Die Wiesent und das Wetter

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Die Wiesent hat trotz hoher Temperaturen noch ausreichend Wasser

Wochenbild KW 35 2019

Hatten wir schon 2018 einen überdurchschnittlich heißen Sommer, wiederholt sich das in diesem Jahr, 2019, aufs Neue. Ob das einfach Zufall ist, oder ob es mit dem Klimawandel zusammen hängt, da möchten sich die meisten Experten nicht festlegen. Tatsache ist, dass unsere Gewässer an Wasserknappheit leiden. Nein, noch entbrennen keine offenen Konflikte um das Wasser, aber es könnte soweit kommen. Konnte der Mangel an Wasser von 2018 im Grundwasserpegel noch nicht ausgeglichen werden, so wird dieser in 2019 wohl noch größer werden.

Natürlich sind auch unsere Gewässer in Franken betroffen. Obwohl der Karst und damit auch die Karsthöhlen wie ein Puffer wirken, ist auch deren Kapazität beschränkt. Gerade in den Oberläufen unserer Gewässer ist der Wassermangel deutlich spürbar. Desto trockener es wird, desto mehr Wasser braucht die Landwirtschaft um die Ernte zu gewährleisten. So multipliziert sich das Problem für die Wasserläufe. Eine einfache Lösung wird es zu diesem Problem nicht geben, darum sollte mit Hochdruck an einer gearbeitet werden, bevor es für unsere Gewässer (und uns), zu spät ist.

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Im Unterlauf der Wiesent scheint die Wassermenge noch in Ordnung zu sein, aber der Schein trügt. Dem Wasserstand fehlt es nicht an allzu viel, aber der Durchfluss ist im Keller. So erwärmt sich das Wasser überdurchschnittlich und belastet die Fauna und Flora.


Blick über Vancouver

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Die Skyline von Vancouver ist gut zu erkennen

Wochenbild KW 36 2019

Fotografieren aus dem Flugzeug ist immer ein wenig Glücksspiel. Selbst wenn man die Strecke kennt, und ich war schon ein paar mal in Vancouver, hängt alles von verschiedenen Faktoren ab. Im September sollte beim Hinflug die rechte Seite bevorzugt werden, beim Rückflug eher die linke, rechts schaut man dann dauernd in die Sonne. Wolken sind auch nicht gerade hilfreich beim Fotografieren, ebenso wenig der Wind. Gerade beim Anflug ist der Wind entscheidend, da immer gegen den Wind gelandet wird. Wenn zur Landung in Vancouver Ostwind herrscht, hat man Pech gehabt mit der rechten Seite!

Dann fliegt der Pilot ziemlich weit weg von Vancouver, fast bis nach Vancouver Island und dreht dort in Richtung Vancouver ein. Nichts war es dann mit den Fotos. Dieses Jahr im Mai hatte ich Glück mit der Platzwahl. Sowohl über Grönland, als auch beim Anflug auf Vancouver waren die Bedingungen super. Der Pilot folgte von Hope aus dem Fraser bis zum Airport um das Ganze mit einem direkten Anflug abzuschließen. Die Höhe war ab Hope auch schon deutlich reduziert, so das durchweg gute Fotos zu schießen waren. Hope ist etwa 150 km vom Airport entfernt.

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Der Blick auf das Zentrum von Vancouver war wirklich erstklassig. An den Berghängen ist Nord - Vancouver gut zu sehen, der dunkle Bereich links hinter der Skyline ist der Stanley Park. Ich wünsche jedem der dort hin fliegt, die gleichen Bedingungen zum Fotografieren.


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