PhotoOnWeb by VSO requires Macromedia Flash. If you have Flash installed,

Von Seattle nach Hope ist es gerade mal 70 km weiter als von Vancouver aus. Wenn dadurch mehrere hundert Dollar beim Mietpreis der Fahrzeuge gespart werden können, lohnt sich der Umweg leicht. Einzig der Grenzübertritt ist manchmal etwas nervig.

Manchmal haben die Grenzer zwischen USA und Kanada eine Art am Leib, bei der man sich schon sehr zusammen reissen muss, um nicht pampig zu werden. Dies würde allerdings nur nachteilig für einen ausgehen, darum ist es besser, sich zusammen zu nehmen.

Rüdiger nutzte diesen Trip, um sich mit uns einen Traum zu erfüllen und in Kanada seinen fünfzigsten Geburtstag zu feiern. Mehrere gefangene Steelhead rundeten seine Britisch Kolumbien Erfahrungen positiv ab. Nicht immer sind alle Mitfahrer erfolgreich. Nicht das Sie nichts fangen, aber manchmal ist der Zielfisch, die Steelhead, nicht dabei. Andere haben das Glück gleich am ersten Tag zwei Steelheads an den Haken zu bekommen, schaffen es aber nicht auch nur eine davon zu landen. So gehört auch in Kanada, im Land der Anglerträume, eine gehörige Portion Glück zum Erfolg dazu.

Mir war bei diesem Trip das Glück hold. Am Copper gelang mir der Fang einer meiner größten Steelheads, wie immer mit der Nymphe. Gerade im Jahr vorher hatte ich dort die zwanzig Pfund Marke geknackt, der Fisch 2008 lag aber bei fünfunzwanzig Pfund. Der Fang eines solchen Fisches mit einem 0,25er Vorfach wird man im Leben nicht mehr vergessen. Es müssen aber nicht unbedingt die großen Fische sein, die unvergesslich sind. Jahre vorher gelng mir am Copper der Fang zweier Steelhead mit je 86cm innerhalb einer halben Stunde. Das besondere dabei, beide nahmen eine Trockenfliege in der Dead Drift, ein Erlebnis, dass ich bis heute so nicht wiederholen konnte.

In 2009 hatten wir alle recht gute Kontakte zu den Fischen. Besonders freute mich das für unseren Jubilar. Wen man seinen 50ten Geburtstag in Britisch Kolumbien feiert und dann auch noch Erfolg beim Fischen hat, was möchte man mehr?

Ein Bekannter von mir, der in der Fliegenbinde Industrie recht erfolgreich ist, lud uns bei diesem Trip zu einer Fischerei an einen privaten See ein. Wir fischten den Tag vom Boot, wobei sich dann das Fehlen eines Keschers als hinderlich erwies. Zwei Boote für vier Personen war perfekt. Meine Frau und ich waren in dem einen, der Jubilar und ein Freund in dem anderen unterwegs. Ich konnte zwar nur zwei Regenbogenforellen an den Hakene bekommen, wobei eine vier Pfund wog und die zweite etwa das doppelte. Eine wirklich interessante Alternative wenn alle Flüsse Hochwasser haben und eine Fischerei an diesen nicht möglich ist. Ehe man die Zeit mit Rumhängen vertrödelt, geht man lieber an einen See, in dem zum Teil recht große Forellen vorkommen.