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Tipps und Tricks | Fliegenfischen, Fliegenbinden

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Kleine Hilfen zum Fliegenfischen und Fliegenbinden


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Hallo Leute, auf dieser Seite geht es darum, sich manches beim Fliegenfischen oder Fliegenbinden zu vereinfachen. Es würde mich freuen, wenn das eine oder andere Euch ein wenig weiter hilft. Anregungen oder Fragen von eurer Seite sind willkommen.

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Gleiche Nymphen mit verschiedenen Gewichten

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Am Ende der Saison ist es mit der Ordnung in der Fliegendose oft vorbei. Eine sehr einfache Methode gleiche Nymphen mit verschiedenen Gewichten auch dann noch auf den ersten Blick zu unterscheiden, ist die Verwendung verschieden farbiger Bindeseide. Natürlich ist dies nur möglich, wenn Fliegenbinden zu den eigenen Hobby´s gehört. Bei weißen Fäden reicht die Verwendung verschiedener Edding Stifte. Jeder sollte sich da ein System zulegen. Bei mir signalisieren helle Farben leichteres Gewicht, je dunkler je schwerer.

verschiedene faden farben
Bindefaden Farbe kennzeichnet das Gewicht

Verschiedene Beschwerungen werden durch verschiedene Farben angezeigt.

Bei fertigen Nymphen ist bis auf die Kopfknotenfarbe kein Unterschied zu sehen.

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Verhältnis zwischen Nymphenfischen und Vorfachlänge:

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Immer wieder sieht man am Wasser Fliegenfischer mit einer nicht ausreichenden Vorfachlänge Nymphenfischen versuchen! Ich rede hier nur vom dem Fliegenfischen mit beschwerten Nymphen am monofilen Vorfach.

Vom Stilwasser mal abgesehen, muss man sich darüber im klaren sein, dass das Vorfach nicht vom Ende der Fliegenschnur oder vom Bissanzeiger weg senkrecht nach unten Richtung Grund hängt. In einem strömenden Gewässer ist die Strömung am Grund immer langsamer als an der Oberfläche. Dadurch wird das Vorfach in einem Winkel von 30 - 60 Grad zur Oberfläche abtauchen. Ist das Vorfach dann auch noch getapert ( verjüngt ), führt das zu weiteren Problemen mit der Nymphe in Grundnähe zu gelangen.

Eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg beim Nymphenfischen ist eine möglichst lange Drift in Grundnähe. Stellen wir uns einfach mal ein 20 m lange Rinne mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 2,5 m vor. Das umliegende Gebiet hat eine Tiefe von 1 - 1,5 m. An dieser Rinne mit einer Vorfachlänge von 2,5 bis 3 m zu arbeiten ( wie man es oft sieht ) ist unsinnig. Ein Versuch das zu kurze Vorfach mit Nymphengewicht auszugleichen bringt einen zwar in Grundnähe, endet aber sehr schnell mit dem Verlust der Nymphe. Nichts war es mit der langen Drift. Zum anderen bringt mich der Spruch - ich hab den ganzen Tag mit der Nymphe gefischt und keine verloren - immer zum Schmunzeln. Vom Wurftraining mal abgesehen, hätte derjenige die Zeit auch im Bad verbringen können.

Wie also vorgehen? Als Faustregel: Wassertiefe mal zwei ist die Vorfachlänge. Oben genannte Rinne wird mit 5 m Vorfach angegangen, am besten Monofil mit durchgehend gleicher Stärke!! Sollten sich dabei keine Hänger am Grund einstellen, gibt es drei Möglichkeiten fortzufahren. Erstens: Hängen Sie noch ein Meter Vorfach an ( das ist mein voller Ernst ). Zweitens: Nehmen Sie die gleiche Nymphe mit etwas mehr Gewicht ( selber Fliegenbinden ist dafür Voraussetzung ). Drittens: Wenn möglich den Vorfachdurchmesser reduzieren. Man glaubt es kaum, aber dieselbe Nymphe am 14er Vorfach geht fast doppelt so schnell unter wie am 18er, am 12er doppelt so schnell wie am 16er usw. Natürlich muss die Stärke des Vorfaches den zu erwartenden Fischgrößen beim Fliegenfischen angepasst sein. Zu schwache Vorfächer führen nur zu unnötig langen Drillzeiten und das wollen wir ja vermeiden.

Sollten von Anfang an dauernd Hänger am Grund sein, kann man ganz einfach in umgekehrter Reihenfolge vorgehen.

Je länger in dieser Art mit der Nymphe gefischt wird, desto besser werden Gegebenheiten und Umfeld eingeschätzt. Ich spreche dabei gern von einer Waage zwischen Vorfachlänge, Vorfachstärke und Nymphengewicht auf der einen Seite, sowie Wassertiefe und Strömungsgeschwindigkeit auf der anderen. Probieren Sie einfach aus die Waage richtig einzustellen.

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Stromauf oder Stromab beim Nymphenfischen ist die Frage?

Eine Frage die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Es kommt dabei auf die Gegebenheiten vor Ort an. Ich fische sicher 90% stromauf mit der Nymphe, die anderen 10% werden von den Umständen diktiert. Beispiel Wiesent oder Pegnitz. Gerade während der Maifliegenzeit kann man beim aufmerksamen Beobachten Maifliegen Nymphen beim Aufsteigen zur Wasser Oberfläche verfolgen. Selbst in diesen Gewässern mit in der Regel langsamerer bis mittlerer Strömungsgeschwindigkeit, ist es mir nie gelungen, eine dieser Nymphen gegen die Strömung aufsteigen zu sehen. Natürlich ist es bei schnelleren Strömungen völlig unmöglich für das Insekt, gegen die Strömung aufzusteigen. Selbst Schnellschwimmer ( siehe nächstes Kapitel ) sind dazu nicht in der Lage. Von daher ist es klar, eine von uns mit der Strömung abwärts treibende Nymphe kommt dem Original am nächsten. Diese "Dead Drift" kann durch sehr verhaltenes Abstoppen oder durch kleine Rucke oder Bewegungen mit der Rutenspitze belebt werden. Diese Maßnahmen aber bitte ganz dezent einsetzen. Wieso aber ist auch das Fliegenfischen mit der Nymphe gegen die Strömung

erfolgreich? Ich unterscheide hier ganz deutlich zwischen Imitationswert und Reizwert. Der hohe Wert eines sich schnell bewegenden Köders, egal welcher Art, liegt darin, andere Auslöser zum Biss beim Fisch zu aktivieren als es bei der Imitation der Fall ist. Der Fisch muss um zu überleben fressen. Tut er es nicht, oder zögert er zu oft zu lang, wird er abmagern und in der Folge sterben. Desto älter der Fisch ist, desto mehr Erfahrung hat er in seiner Umwelt gesammelt. Daraus resultiert, dass die auf Zug gefangenen Fische in der Regel deutlich kleiner sind, als die in der Dead Drift gefangenen.

Ausnahme: Nach einer langen Drift die Nymphe durch Anhalten der Schnur im Swing aufsteigen lassen. Wurde die Drift korrekt ausgeführt, sollte die Nymphe sich Strömungstechnisch oberhalb der Fliegenschnur und des Vorfachs befinden. Durch das Anhalten der Schnur wird sie dann erst einmal Stromab beschleunigen und an Höhe im Wasser gewinnen. Ein Effekt, der dem normalen Verhalten eines Insekts sehr nahe kommt.

Top Kulisse beim Fliegenfischen

Schnellschwimmer Nymphen

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Schnellschwimmer sind Eintagsfliegen Nymphen. Das besondere an ihnen ist, dass sie in der Lage sind Wasser im Verdauungssystem aufzunehmen und dieses unter Druck wieder auszustoßen. Dadurch können sie kurzzeitig eine sehr hohe Geschwindigkeit im Wasser erreichen. Dieser Fluchtmechanismus lässt “Sprünge” bis zu 30 cm zu. Eine sehr effektive Methode Angriffen von Fressfeinden zu entgehen.

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Der Bissanzeiger beim Fliegenfischen

Etwas geht mir die Diskussion Bissanzeiger ja oder nein, verboten oder nicht beim Fliegenfischen, schon auf die Nerven. Zuerst einmal gibt es ja verschiedene Ausführungen. Zum einen aus Kunststoff gefertigt mit sehr hohen Auftrieb und zum anderen die aus hoch schwimmenden Fäden. Welchen nun verwenden? Die aus hoch schwimmenden Fäden gefertigten haben gegenüber den Kunststoff Teilen gleich mehrere Vorteile.

1. Sie lassen sich am Ende des Drills in die Rutenringe einziehen, gerade bei langen Vorfächern sehr wichtig!

2. Ihr Gewicht ist so gering, dass es beim Werfen fast nicht stört.

3. Sie haben praktisch keinen Auftrieb ( Ultra wichtig! ).

Man kann es fast schon etwas heraus lesen, ich bin kein Freund der Plastik Teile. Warum? Eines der wichtigsten Argumente für mich ist der geringe Auftrieb der Faden Konstruktionen. Wie oft wurde ich von Fischereiaufsehern auf die Möglichkeit angesprochen, mit dem Bissanzeiger die zu fischende Tiefe einzustellen. So ein Schwachsinn! Zum einen lässt der fehlende Auftrieb dieses nicht zu, zum anderen verwendet man in der Regel die doppelte Wassertiefe als Vorfachlänge. Wie bitte schön soll da die Tiefe eingestellt werden? Das sind typische Einwendungen von Leuten die keine Ahnung haben worum es beim Nymphenfischen geht. Der Bissanzeiger hat keine andere Aufgabe, als das Ende der Fliegenschnur zu markieren, fertig. Da kommen wieder die Einwände mancher Mitfischer. Das sei doch unsportlich und anderes Bla Bla Bla. Sie würden Ihre Fische auch ohne fangen. Ich möchte einen dieser Künstler mal an einem Gewässer mit der Größe der Gmundener Traun sehen. Bis übern Bauchnabel im Wasser stehend und dann 20 oder mehr Meter stromauf werfend und dann noch anderen erzählend das Sie die Schnurspitze genau sehen. Ich muss mal meine Augen untersuchen lassen, ich kann das nämlich nicht.

Gleich noch das nächste und viel schlimmere Problem. Eine Nymphe kann so gebunden werden, dass für den Fisch auch nach dem Nehmen diese nicht als

leichter Bissanzeiger von Wolfgang Fabisch

unecht zu identifizieren ist. Mit Bissanzeiger wird der Biss auch von einem nicht so geübten Fliegenfischer sofort erkannt und das Setzen des Hakens erfolgt zeitgerecht. Das Fischen ohne Bissanzeiger führt oft genug dazu, dass der Fisch die Nymphe schluckt, was dann größere Operationen nach sich zieht, nicht selten mit einem schlechten Ausgang für den Fisch! Ich möchte auf keinen Fall die schwarzen Schafe unter den Fliegenfischern in Schutz nehmen, die mit den oben genannten Plastik Dingern fischen und tatsächlich diese wie einen Schwimmer benutzen. Die Verwendung der Faden Bissanzeiger wird aber den einen oder anderen Fisch vor einem schlimmen Ende bewahren.

Was für ein Watzeug

Immer wieder taucht im Fliegenfischerkurs die Frage auf: Was für eine Watausrüstung braucht der Fliegenfischer? So viele Möglichkeiten gibt es ja zum Glück nicht.

1. Watstiefel oder Wathose. Wie alle nun folgende Punkte hängt diese Entscheidung sehr vom Umfeld des Fliegenfischers ab. Sicher ist die Wathose wesentlich vielseitiger einsetzbar als die Watstiefel. Wenn allerdings fast ausschließlich kleinere Gewässer befischt werden, ist die Vielseitigkeit nicht unbedingt gefragt. Dagegen wird mir jeder Recht geben, dass der Einsatz einer Wathose bei 25 oder mehr Grad Aussentemperatur nur im Wasser erträglich ist. In diesem Fall sind die Watstiefel klar im Vorteil. Bei anderen Gewässern, wie zum Beispiel  der Isar, sind Wathosen Pflicht. Ohne ist ein vernünftiges Fischen praktisch nicht möglich. Wann immer es Sinn macht bevorzuge ich die Stiefel. Es ist einfach traumhaft pinkeln zu können ohne jedes mal einen halben Strip hinzulegen.

2. Neopren oder Atmungsaktiv. In der Regel wird das Neopren Material in der heutigen Zeit die schlechtere Wahl sein. Atmungsaktive Wathosen oder Stiefel sind wesentlich leichter und lassen viel mehr Bewegungs Spielraum zu. Mit dem richtigen Unterzeug sind dabei auch kalte Tage zu händeln. Punkten kann die Neopren Ausrüstung auf jeden Fall bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt. Die Wärme ( Kälte ) Isolation ist bei Neopren um Klassen besser.

Als Unterzeug für die Wathose ist meiner Meinung nach ein Vlies - Overall die Nummer eins. Bei Zweiteilern kommt es durch die Bewegung immer wieder dazu, dass zwischen Ober und Unterteil ein Spalt entsteht. Hat man vorher geschwitzt, ist allein durch die Luft die am Rücken entlang in die Wathose gelangt, die Möglichkeit einer Verkühlung enorm hoch. Ich benutze zusätzlich zum Overall noch einen dünnen ( 2mm ) Neopren Nierengurt, der bei manchem Diskounter für unter €10,00 zu erwerben ist. Ihre Nieren werden es Ihnen danken. Apropos Gesundheit. Wer oft und tief im kalten Wasser steht sollte dafür Sorge tragen, dass die Gegend zwischen Bauchnabel und Oberschenkeln extrem gut verpackt ist. Andernfalls muss er damit rechnen, dass sein Urologe irgendwann anfängt über die Kalkablagerungen in der Prostata zu reden. Wenig Einsatz, viel Schadensbegrenzung.

3. Watschuhe oder fest verbundene Stiefel. Wieder sehr abhängig von der Frage - wo wird gefischt - . Ein Wiesenbach mit relativ ebenen Untergrund ist sicher mit Watstiefeln oder Wathose mit fest verbundenen Stiefeln zu befischen. Wenn es allerdings etwas unebener, steiniger und strömender wird, geht nichts über einen guten Watschuh. Der Halt den der Fischer in so einem Schuh hat ist wesentlich besser. Achtung: Schnüren Sie den Schuh nicht zu eng. Dadurch wird die Durchblutung im Fuß beeinträchtig. Das kann zu erhöhtem Kälte Empfinden und zur Taubheits Gefühlen führen, ganz große Klasse für einen sicheren Tritt.

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