Am Morice zum Steelhead Fliegenfischen

West Kanada Flüsse, der Morice River


Die Anfahrt zum Morice River

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Der Morice River kann sowohl von Westen, als auch von Osten angefahren werden. Von Westen aus wird man in der Regel aus Smithers kommen. Smithers liegt 65 Km von Houston entfernt, zirka eine dreiviertel Autostunde. Von Osten erreicht man Housten aus Prince George, etwa 310 Km sind von dort aus zu fahren. Das sind zirka dreieinhalb Fahrstunden mit dem Auto. In Houston gibt es die eine oder andere, brauchbare Unterkunft. Warum der Morice ab Housten in Bulkley umbenannt wird, ist nicht nachvollziehbar. Ein Rinnsal mit dem Namen Bulkley River mündet dort in den Morice und vererbt dabei seinen Namen.

Wenn man mit Einheimischen über die Fliegenfischerei am Morice spricht, könnte man den Eindruck gewinnen, dass das die leichteste Übung ist. Viele, aber recht kleine Steelheads heißt es dann. Ich bin da eher vorsichtig geworden. Nachdem ich über die Jahre verteilt vier Fischtage dort verbracht (den letzten in 2015) habe, und noch nicht eine Steelhead dort fangen konnte, ist es wohl doch nicht ganz so einfach. Noch besser wird die Geschichte wenn man sich klar macht, dass der Morice mehr als 99 % des Wassers liefert, dass den Bulkley bildet, also der Hauptquellfluss ist. Ohne zu übertreiben kann ich im Bulkley fast blind auf Steelheads fischen, im Morice ist das ganz anders.

Schweres Fliegenfischen
Natur pur

Was macht nun diesen großen Unterschied, warum ist es am Morice ein ganz anderes Fischen als am Bulkley.

Eine der Schwierigkeiten am Morice River beim Fliegenfischen mit Nymphen und Trockenfliegen liegt nicht in der Köderwahl, sondern an den zum Teil unglaublich schwierigen Uferverhaltnissen. Kommt man wirklich mal bis ans Wasser, geht es gleich so steil hinein, dass oft kein einziger Schritt möglich ist. Dann sind die Zugänge teilweise auch noch sehr weit auseinander. Deshalb sind sie schwer zu finden und werden von Kennerng natürlich auch extrem befischt.

Zug am Morice zum Fliegenfischen
Alex am Morice

Die einzig vernünftige Möglichkeit sich am Morice zu bewegen, ist die Verwendung eines Bootes. Die beste Wahl ist dabei sicher ein Pontoon Boot. Um ganz sicher zu gehen, sollte man die erste Drift mit jemandem zusammen machen, der sich auskennt. Soviel ich weiß, sind Strecken bis zu 20 Kilometer und mehr ohne große Probleme möglich, trotzdem ist das Wissen eines Kenners des Gewässers nicht zu unterschätzen. Neben dem Driften steht ja noch der Fang der einen oder anderen Steelhead auf dem Programm. Auch dabei hilft Insider Wissen weiter. Natürlich muss man dann noch jemanden finden, der einen weit genug den Fluss hinauf bringt, mit Boot und allem anderen Zubehör.

Leider gab es in 2014 einen Zwischenfall mit einer Grizzly Mama. Ein Fischer muss wohl nach einer Weile aus dem Wasser herausgekommen sein und dabei zwischen der Bärin und deren Kids gelandet sein. Der Fischer hat das nicht überlebt und im weiteren Verlauf die Bärin auch nicht, sie wurde erschossen. Ihre Kids waren alt genug um allein überleben zu können. Egal an welchem Gewässer, der Moment in dem man nach längerer Watzeit das Wasser verlassen möchte, ist nicht ohne. Niemand kann sagen, was während des watens am Ufer passiert ist. Es hilft nur eins, Krach machen, nochmal Krach machen und nochmal. Am besten nicht allein unterwegs sein und wenn es nicht anders geht, zumindest Bärenspray dabei haben.

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