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Bindeanleitung die Nymphe Dendif

Fliegenbinden mit Wolfgang Fabisch

Fabisch Flyfishing Blog


Hin und wieder stolpert man in einem Fliegenfischer Leben über besonders effiziente Angelmethoden, oder ebenso effiziente Änderungen oder Erweiterungen bei Würfen mit der Fliegenrute. Genau so ein Aha Erlebnis kann man mit der hier beschriebenen Nymphe haben. Eigentlich macht sie gar nicht soviel her, wenn man sie das erste Mal sieht. Wenn sie dann aber gefischt wird, sind top Highlights möglich. So schwer ist das Binden dieses Musters auch nicht, also einfach mal ausprobieren. Vielleicht ermutigt es den einen oder anderen, wenn er weiß, dass diese Nymphe zu meinen Top drei Mustern gehört.

Bei der Dendif handelt es sich um eine Reiz Nymphe. Der Name, D e n d i f, bedeutet: Die einzige Nymphe die immer fängt. Ich fische diese Nymphe seit über 20 Jahren und habe immer sehr gute Erfolge damit gehabt. Besonders in den frühen Morgen und in den Abend Stunden ist sie erfolgreich. Das hängt sicher mit der Farbkombination und der UV Aktivität des Pfauengrases zusammen. Hier eine Bindeanleitung die alle Bindeschritte einfach darstellt.

1. Wie bei fast jeder Fliege beginnt man mit einer Grundwicklung, allerdings nicht wenn ein Messing, Tungsten oder sonst wie gearteter Kopf verwendet werden soll. In diesem Fall wird erst die Bleiwicklung aufgebracht, dann die Grundwicklung.

2. Danach wird ein Schwänzchen aus den Fibern einer Wildentenfeder eingebunden.

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3. Der Haken wird nach der gewünschter Sinkrate bebleit. Natürlich wird der Körper durch mehrere Lagen Kupfer oder Blei stärker, was dem schnelleren Sinken entgegen wirkt, die Sinkrate steigt trotzdem.

4. Den Körper aus etwa drei Fibern Pfaugras formen. Um die Haltbarkeit der Pfauengras zu erhöhen, dieses mit dem Bindefaden verdrehen. Erst danach eng aneinander um den Haken wickeln.

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5. Einen roten Kunstleder Streifen einbinden. Bei der Original Version wurde Bast verwendet, allerdings ist dessen Haltbarkeit nicht besonders hoch.

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6. Den Thorax aus weissem Chenille bilden, darauf achten, dass am Öhr genug Platz zum abbinden bleibt. Dort wird dann auch der rote Kunstlederstreifen abgebunden.

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7. Aus der Wildentenfeder ein V ausschneiden. Etwas Sekundenkleber oben auf das Chenille, V einlegen und mit dem Kunstleder andrücken.

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8. Darauf achten, dass der V Ausschnitt schön mittig liegt und die Spitzen auf beiden Seiten symmetrisch aussehen.

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9. Den Faden mit einem wasserfesten Stift einfärben und die Nymphe mit dem Kopfknoten beenden. Etwas mehr zu dem wasserfesten Stift erfahren Sie bei der Simple Fryfly.

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10. Fertig ist die Dendif.

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Natürlich kann die Dendif in verschiedenen Variationen gebunden werden. Diese solten sich aber auf mit oder ohne Kopf und dann Tungsten oder Messing beschränken. Durch den Einsatz eines Kopfes kann die Silhouette der Nymphe deutlich schlanker gehalten werden. Ist der dann auch noch aus Tungsten, ist der Einsatz der Bleiwicklung evtl. unnötig. Experimente mit verschiedenen Farben beim Thorax haben eher den Eindruck bei mir hinterlassen, dass die Fängigkeit schlechter geworden ist. Ich wünsch Euch viel Spass beim Nachbinden und Fischen, Wolfgang

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zum Fliegenbinden

  • Wolfgang Fabisch
  • Nürnberger Str. 45
  • 90542 Eckental
  • Tel 09126 288640
  • Fax 09126 288643
  • Copyright: Wolfgang Fabisch

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